Google Calendar Tips

So schließen Sie Feiertage aus Ihrem Google Kalender Terminplan aus

Der Terminplan in Google Kalender blockiert Feiertage nicht automatisch. Hier sind der offizielle Weg pro Datum und eine Technik, um alle Feiertage auf einmal zu sperren.

Der Terminplan in Google Kalender macht aus Ihrer Verfügbarkeit eine Buchungsseite: Sie teilen den Link, und Ihre Gäste wählen einfach einen freien Slot, um einen Termin zu bestätigen.

Es gibt allerdings eine Falle, in die viele Nutzer tappen: Gäste können Sie an Feiertagen buchen. Der Feiertagskalender wird in Google Kalender zwar angezeigt, doch die Buchungsseite bietet an diesen Tagen munter weiter Termine an. Dieser Artikel erklärt, warum das so ist – und wie Sie es beheben.

Warum Feiertage buchbar bleiben

Die Verfügbarkeit eines Terminplans wird als wöchentliches Wiederholungsmuster definiert, etwa „Montag bis Freitag, 10 bis 17 Uhr“. Feiertage kommen in diesem Modell nicht vor.

Auch das Einblenden des Kalenders „Feiertage in Deutschland“ blockiert keine Buchungen:

  • Ein Terminplan blockiert nur Zeiten, die von „Beschäftigt“-Terminen auf den für die Verfügbarkeit geprüften Kalendern abgedeckt sind
  • Die Einträge des Feiertagskalenders sind rein informative ganztägige Termine und gelten als „Verfügbar“
  • Die Feiertagskalender von Google lassen sich ohnehin nicht als zu prüfende Kalender auswählen

Die Folge: Ihre Buchungsseite bietet an Feiertagen weiterhin Slots an, und ein Termin kann an einem freien Tag bestätigt werden, bevor Sie es bemerken.

Umgekehrt gilt: Sobald ein „Beschäftigt“-Termin auf dem Feiertag liegt, ist die Buchung blockiert. Das ist das Prinzip hinter der folgenden Technik.

Methode 1: Daten einzeln blockieren

Zunächst die offizielle Einstellung. Terminpläne erlauben es, die Verfügbarkeit für einzelne Daten zu überschreiben.

  1. Öffnen Sie den Terminplan-Termin in Google Kalender und klicken Sie auf Bearbeiten (das Stiftsymbol)
  2. Klicken Sie unterhalb Ihrer wiederkehrenden Verfügbarkeit auf „Verfügbarkeit eines Datums ändern“
  3. Wählen Sie den auszuschließenden Feiertag, wählen Sie „Ganztägig nicht verfügbar“ und speichern Sie

Details finden Sie im offiziellen Hilfeartikel von Google Kalender.

Für die nächsten paar Feiertage reicht das völlig. Aber die Einstellung gilt pro Terminplan und pro Datum: Bei mehreren Buchungsseiten wiederholen Sie sie für jede einzelne, Feiertage werden nie automatisch ergänzt, und Sie tragen Jahr für Jahr jeden Feiertag von Hand ein.

Methode 2: Einen „Feiertagsblocker-Kalender“ anlegen und alle auf einmal ausschließen

Um ein ganzes Jahr an Feiertagen in einem Rutsch zu sperren, lohnt sich etwas Vorbereitung. Die Idee ist simpel:

  1. Einen Kalender anlegen, in dem jeder Feiertag von einem „Beschäftigt“-Termin abgedeckt ist
  2. Diesen Kalender zu den Kalendern hinzufügen, die Ihr Terminplan für die Verfügbarkeit prüft

Jeder Terminplan, der diesen Kalender referenziert, schließt Feiertage dann automatisch aus. So geht es Schritt für Schritt.

Schritt 1: Feiertagsdaten besorgen

Am einfachsten ist die iCal-Datei von Googles eigenem öffentlichen Feiertagskalender. Über diese URL laden Sie die basic.ics mit den deutschen Feiertagen herunter:

https://calendar.google.com/calendar/ical/de.german%23holiday%40group.v.calendar.google.com/public/basic.ics

Dasselbe funktioniert für andere Länder – Google veröffentlicht für die meisten Regionen einen entsprechenden Kalender.

Schritt 2: Termine auf „Beschäftigt“ umstellen

Das ist der entscheidende Punkt. Importieren Sie die .ics-Datei unverändert, kommen die Feiertage als „Verfügbar“-Termine an und blockieren nichts.

Öffnen Sie die .ics-Datei in einem Texteditor, ersetzen Sie jedes TRANSP:TRANSPARENT durch TRANSP:OPAQUE und speichern Sie. Die Termine werden nun als „Beschäftigt“ importiert.

Löschen Sie bei der Gelegenheit die Blöcke (BEGIN:VEVENT bis END:VEVENT) der Einträge, die keine gesetzlichen Feiertage sind. Beachten Sie außerdem: Gesetzliche Feiertage unterscheiden sich je nach Bundesland (z. B. Allerheiligen). Entfernen Sie die Einträge, die in Ihrem Bundesland kein Feiertag sind.

Schritt 3: Blocker-Kalender anlegen und importieren

  1. Klicken Sie in Google Kalender auf „+“ neben „Weitere Kalender“, wählen Sie „Neuen Kalender einrichten“ und nennen Sie ihn z. B. „Feiertagsblocker“
  2. Öffnen Sie in den Einstellungen „Importieren & Exportieren“ → „Importieren“ und wählen Sie die bearbeitete .ics-Datei sowie den Kalender „Feiertagsblocker“ als Ziel

Öffnen Sie nach dem Import einen der Feiertagstermine und prüfen Sie, ob er als „Beschäftigt“ angezeigt wird.

Schritt 4: Kalender zur Verfügbarkeitsprüfung hinzufügen

Öffnen Sie Ihren Terminplan zur Bearbeitung und fügen Sie den Kalender „Feiertagsblocker“ bei den für die Verfügbarkeit geprüften Kalendern hinzu. Fertig – an Feiertagen erscheinen keine Slots mehr auf Ihrer Buchungsseite.

Worauf Sie achten sollten

  • Die Verfügbarkeitsprüfung über mehrere Kalender ist eine Premiumfunktion. Sie erfordert ein kostenpflichtiges Abo wie einen Google Workspace-Tarif oder Google One Premium und ist mit kostenlosen Privatkonten nicht verfügbar (Premiumfunktionen vergleichen – Google-Hilfe). Mit einem kostenlosen Konto importieren Sie die bearbeiteten Feiertagsdaten stattdessen direkt in Ihren Hauptkalender – bedenken Sie nur, dass Sie die Termine beim Rückgängigmachen einzeln löschen müssen
  • Die veröffentlichten Daten decken nur die nächsten Jahre ab; importieren Sie rechtzeitig neu
  • Feiertage können sich per Gesetz ändern; importieren Sie in dem Fall aktuelle Daten

Oder ein Terminplanungstool mit eingebautem Feiertagsblocker wählen

Wie wir gesehen haben, bedeutet der Feiertagsausschluss mit Google Kalender allein entweder Handarbeit pro Datum oder eine Routine aus Herunterladen → Bearbeiten → Importieren → jährlichem Auffrischen.

Das Terminplanungstool Chronock bringt den Feiertagsblocker als Standardfunktion mit: Aktivieren Sie ihn für einen Buchungsslot, und Feiertage werden automatisch aus Ihren buchbaren Zeiten ausgeschlossen – ohne Datenvorbereitung und ohne jährliche Pflege. Die Abdeckung ist regionsabhängig (derzeit japanische Feiertage); kontaktieren Sie uns, wenn Sie eine andere Region benötigen.

Zusammen mit der Verfügbarkeitserkennung über mehrere Google Kalender ist das bereits im kostenlosen Tarif verfügbar – ebenso eine unidirektionale Synchronisierungsregel gegen Doppelbuchungen, die nur den Status „Beschäftigt“ überträgt. Der Pro-Tarif bietet mehrere Regeln, bidirektionale Synchronisierung sowie die Übernahme von Titel und Beschreibung der Termine.

Kostenlos mit Chronock starten →

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